Gemüse

gemischter Spinat mit Onsen-Ei

12. Mai 2020

Schlichte Zutaten – aber was für ein Genuss!

Einerseits der Spinat – eine Mischung aus Mangold und Natur 🙂 – nämlich Brennessel und Giersch. Beides wächst im Garten oder im nahen Wald, an lichten Stellen. Beides eigentlich ein Unkraut, aber mit viel Vitamin C! Kombiniert mit dem Mangold ein runder, voller, molliger Geschmack – so mag ich Spinat 🙂

Andererseits gibt es da das Ei – heute ein Onsen-Ei. Sous-Vide gekocht, eine Stunde bei 68 Grad. 

Das Ergebnis – ein Esserlebnis!

Früher wurden in den Onsen, den japanischen, heißen Quellen Eier ‘gekocht’  – von daher der Name. Sowohl Eiklar, als auch Dotter gerinnen nur leicht und haben dann eine wachsweiche Konsistenz – darüber Meersalzflocken und ich schwebe im kulinarischen Himmel!

 

 

Zutaten für 4 Personen als Vorspeise

  • ca. 500 g Mischung aus Mangold, Giersch und Brennessel
  • 1 Zwiebel
  • 3 Zehen Knoblauch zerkleinert
  • 4 -5 EL Butter
  • 2 EL Mehl glatt
  • Salz, Pfeffer, Muskat
  • 4 Bio-Eier, mittelgroß

Zubereitung

Der Spinat 

Nachdem ich die Brennesselspitzen mit dünnen Handschuhen (zum Schutz vor juckendem ‘Ausschlag’) von der restlichen Pflanze abgezupft habe und die jungen, zarten, hellgrünen Gierschblätter mit einer Küchenschere oder einem Messer abgeschnitten habe, marschiere ich heim, und beziehe den Platz in meiner Küche. Die Blätter werden mit kaltem Wasser gründlich gewaschen. Der Mangold wird geschnitten. In kochendem Salzwasser wird zuerst der Mangold blanchiert, ihn lasse ich etwas länger im Wasser, dann Giersch und Brennessel gemeinsam.  

In der Zwischenzeit schneide ich die geschälte Zwiebel und röste sie in der Butter an, bis die Würfel glasig sind. Ich rühre das Mehl ein, vermische es gut mit dem Butter-Zwiebelgemisch. Mit einer Zange fische ich Giersch und Brennessel aus dem Wasser, es kann ruhig etwas Tropfwasser dabei sein. Den bereits abgetropften Mangold gebe ich ebenfalls dazu, vermische den Inhalt des Topfes und püriere ihn mit dem Pürierstab zu einer cremigen Masse. Sollte der Spinat zu dickflüssig sein, mit dem Kochwasser verlängern.

Mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken! Fertig!

 

Und nun zum Onsen-Ei! 

Die Eier werden in einem Topf gekocht und benötigen eine konstante Temperatur – wir haben es bei 68 Grad gemacht. Mit Hilfe des Sous-Vide-Sticks kann man diese Temperatur erreichen, messen und halten.

Unsere Sous-Vide-Experimente hatten wir bisher mit diversen Fleisch- und Fischgerichten, verpackt in Vakuumbeutel und eben gegart im Wasserbad mit Hilfe dieses Sticks – einer eher Basisausstattung der Sous-Vide-Küche. 

 

Also: 

Diese Eier waren für uns Neuland, und wir haben ca. 10 Eier als Versuchskaninchen gebraucht, bis das Ergebnis so war, wie auf den Fotos abgebildet. Eine Spielerei, für die wir zu Corona-Zeiten eben Zeit und Muße haben.

Die mittelgroßen Eier werden eine Stunde lang bei 68 Grad ‘gekocht’, dann aufgeschlagen und man lässt das Ei auf den vorbereiteten Spinat gleiten.

Sticht man das Eiklar an, fließt der Dotter ‘cremig’, zähflüssig heraus!

Ich bestreue den Spinat und das Ei mit den Meersalzflocken und nehme einen Löffel dieser Mischung!

Ein Traum!

 

ABER: auch die ‘Variante’ Spinat mit gebratenem Leberkäse und Spiegelei ist nicht zu verachten 🙂

 

Karin´s Genusstipp:

Mit Weißbrot und einem Glas Weißwein, ich trinke wieder meinen Gemischten Satz vom Fuhrgasslhuber – eh klar 🙂 – genießen!

 

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